Wir weltweit: United Bible Societies
Die Österreichische Bibelgesellschaft ist Teil des Weltbundes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies).
Die Österreichische Bibelgesellschaft ist Teil des Weltbundes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies).

Bible Society of Malawi
Weltweit gibt es in knapp 150 Ländern nationale Bibelgesellschaften, die unabhängig in über 240 Ländern und Regionen arbeiten. Sie haben sich zum Weltbund der Bibelgesellschaften zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel: Jedem Menschen den Zugang zu einer Bibel in der Muttersprache und zu einem leistbaren Preis zu ermöglichen. Die Arbeit der United Bible Societies hat dabei mehrere Schwerpunkte:

Bernard Coyault
Bibelübersetzung nach wissenschaftlichen Standards auf Nzébi in Gabon/Zentralafrika.
Die Bibelgesellschaften haben die gesamte Bibel in die Sprachen von mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung übersetzt. Das sind etwa 70 Prozent aller Bibelübersetzungen, die es heute gibt. Die Bibelübersetzungen erfolgen in Partnerschaft mit den jeweiligen Kirchen des Landes und werden auf Basis wissenschaftlicher Kriterien erstellt.

Andrew Hood
Die Amity Press in Nanjing/China ist die größte Bibeldruckerei der Welt.
Die Bibelgesellschaften wollen allen Menschen Zugang zur Bibel ermöglichen. Das umfasst den Druck von Bibelausgaben und die Herausgabe von digitalen Bibeln. Mit zielgruppenorientierten Publikationen und Projekten wird Benachteiligten wie Straßenkindern, Flüchtlingen, Kranken, Gefangenen und Witwen kostenloser Zugang zum Wort Gottes geboten.
Die Verbreitung der Bibel ist eine besondere Herausforderung. Oft muss man zuerst einmal Zugänge zur Bibel zu schaffen, damit die Bibel und ihre Botschaft auch bei den Menschen in ihren jeweiligen Situationen ankommen kann.
Besondere Projekte der United Bible Societies sind unter anderem Alphabetisierungsprojekte und die Herausgabe von Bibeln für Gehörlose und Sehbehinderte:

Bolivianische Bibelgesellschaft
In Alphabetisierungsprogrammen in Bolivien lernen tausende Frauen aus indigenen Völkern lesen und schreiben.
1 Milliarde Menschen weltweit können durch fehlende Bildung nicht lesen oder schreiben. Der Weltbund der Bibelgesellschaften ist offizieller Partner der UNESCO und begleitet beratend die Planung und Ausführung von Alphabetisierungsprogrammen. Die Bibelgesellschaften betreiben knapp 30 Alphabetisierungsprojekte in fast 60 Sprachen auf der ganzen Welt. Damit unterstützen sie das von der UNESCO erklärte Menschenrecht, lesen und schreiben zu können. Denn: Man kann keine Bibel lesen, wenn man nicht lesen kann.

Indische Bibelgesellschaft / ÖBG
Indien ist das bevölkerungsreichste Land der Erde. Die Indische Bibelgesellschaft setzt sich mit Erfahrung und Kompetenz, aber auch mit Fingerspitzengefühl, dafür ein, dass die Bibel zu den Menschen kommt. Die Sprachenvielfalt macht Bibelübersetzung zu einer zentralen Aufgabe. Aufgrund starker Armut müssen Bibeln meist stark subventioniert oder überhaupt kostenlos abgegeben werden. Dazu kommt, dass Christen in Indien in den vergangenen Jahren zunehmend unter Druck geraten. Indien hat deshalb inzwischen eine der größten Untergrundkirchen weltweit.

Britische Bibelgesellschaft
Die Bibelgesellschaften haben bereits zahlreiche Bibeln für Sehbehinderte in Brailleschrift herausgegeben.
Außerdem werden Hörbibeln und Geräte zum Abspielen von diesen zur Verfügung gestellt. Für Sehbehinderte werden Bibeln in Brailleschrift in die jeweilige Sprache übersetzt und herausgegeben. Für Gehörlose werden Bibeltexte in Gebärdensprache dargestellt und aufgenommen. Die Bibelgesellschaften leisten damit einen wichtigen Beitrag, um die Bibel barrierefrei zu machen.
Diese Bibelprojekte werden vor allem durch Spenden finanziert. Mit Ihrem Beitrag tragen Sie dazu bei, dass die Bibel auf vielfältige Weise zu den Menschen kommt und diese auch nachhaltig einen Zugang zur Bibel bekommen.

United Bible Societies
Mary Jones gab den Anstoß für die Gründung der Bibelgesellschaft.
Ihren Anfang hat die Bewegung der Bibelgesellschaften in England und Wales genommen. Mary Jones, eine arme Weberstochter aus Wales, sparte sechs Jahre lang für eine eigene Bibel und musste danach einen langen Weg auf sich nehmen, um eine Bibel zu kaufen. Dies führte um 1800 den Kirchenvertretern die Notwendigkeit von verständlichen und leistbaren Bibelausgaben vor Augen: „Nicht nur für England – auch für die Welt“ lautete das Programm der Bibelgesellschaft an ihren Anfängen.
Im März 1804 wurde in London die „Britische und Ausländische Bibelgesellschaft“ von William Wilberforce und weiteren 300 Personen gegründet. Sie waren überzeugt vom positiven Einfluss der Bibel auf die Menschen und der ganzen Gesellschaft. Von England aus wurde auch die bibelgesellschaftliche Arbeit in Österreich gegründet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden dann die United Bible Societies (der Weltbund der Bibelgesellschaften) am 9. Mai 1946 von 13 Bibelgesellschaften mit dem Ziel der Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe gegründet.
Sie wollen wissen, wie die Bibelgesellschaft in Österreich entstanden ist?